im Bistum Hildesheim
Aschermittwoch der Künstler 2011
AUSSTELLUNG ZUR BILDENDEN KUNST


Thomas Virnich
PARADIES. HIN UND ZURÜCK
> Flyer zur Ausstellung (PDF 87 KB)
8. März bis 1. Mai 2011


Thomas Virnich heißt der Künstler, den Bischof Norbert Trelle zu einer Ausstellung im Rahmen des 25. „Aschermittwoch der Künstler“ 2011 nach Hildesheim ins Roemer- und Pelizaeus- Museum eingeladen hat.

Seine Kunst ist raumgreifend und dynamisch. Sie entspringt seinem stringenten Ansatz, mit dem eine nie ermüdende, beinahe obsessiv wirkende Gestaltungsfreude und vital experimentelle Herangehensweise Hand in Hand geht. Überwiegend reale Situationen des urbanen Umfeldes werden von Virnich transformiert, gewohnte Ansichten verfremdet, feste architektonische Strukturen ins Fließen gebracht. Ob es sich um sein Atelier, ein übernommenes Schulgebäude samt Pausenhof in Mönchengladbach handelt, oder um weltbekannte, symbolisch aufgeladene Stadtikonen. Alles kann Gegenstand seiner geistigen Auseinandersetzung und plastischen Transformationsarbeit werden. Oft kehrt er das Innere nach außen, indem er Häuserfluchten, Schiffe oder Flugzeuge auftrennt. Umgekehrt ummantelt er Fundstücke etwa vom Flohmarkt und gibt ihnen ein neues plastisches Äußeres. „Dieses ‚Verschwinden der Dinge’ im Ganzen und das ‚Wiederfinden’ sind Metaphern in der Lebenshaltung von Thomas Virnich“ (Christine Tacke). Die so entstehenden Objekte sind fragil, das Material häufig bunt gemischt, ergänzend ineinandergefügt, den Kontrast von perfekten industriellen Fertigprodukten mit den Möglichkeiten individueller Formung nutzend. Auf unverwechselbare Weise macht Virnich durch seine Kunst Räume erlebbar, Entstehungsprozesse nachvollziehbar und die Zeitlichkeit der uns umgebenden Wirklichkeit sichtbar. Das Ganze kommt nicht gedankenschwer daher, geprägt von distanzgebietender Erhabenheit mancher Kunstform, vielmehr heiter, ironisch und wie mit dem Augenzwinkern eines Kind gebliebenen Suchers, der auf seiner Reise zum Mittelpunkt der Erde ständig Neues schöpft. Daher wird die Ausstellung neben Architekturmodellen auch neu gefundene Ursymbole zeigen, die mit dem Ausstellungstitel korrespondieren, wie die Schlange, den Versucher oder ein Kreuz von kubistischer Anmutung.

Virnich über seine Kunst und das Paradies: „Ich suche zu spielen mit der Welt, ihren Wirklichkeiten und Möglichkeiten. Ich erfahre sie und ich bemühe mich, meine Erfahrungen, meine Wirklichkeiten und Möglichkeiten für andere erfahrbar zu machen. …Ich habe eine Vorstellung vom Paradies. Ich hatte immer eine Vorstellung. … Kunst ist Schöpfung und mögliches Paradies für uns.“
Pastor Ulrich Schmalstieg, Künstlerseelsorger

Führungen durch die Ausstellung:

13.3./ 3.4./ 17.4./ 1.5.2011 jeweils um 16 Uhr

Ort: Roemer- und Pelizaeus-Museum, 31134 Hildesheim, Am Steine 1-2
montags geschlossen (ausgenommen Feiertage!), im Rahmen der Sonderausstellungen für Gruppen auf Anfrage geöffnet.
Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 8,- €, ermäßigt: 6,- €
Kinder von 6-14 Jahren/ Schüler in Gruppen: 4,00 Euro
Kinder bis 6 Jahren: 2,00 Euro



Literarischer Abend am Aschermittwoch
mit Hanns-Josef Ortheil

Mittwoch, 9.März.2011, um 20.00 Uhr
Ort: Dombibliothek, 31134 Hildesheim, Domhof 30

Pastor
Ulrich Schmalstieg
Mauerstraße 4
38640 Goslar
Tel. 0 53 21/74 59 0 59
kuenstlerseelsorge-hildesheim@gmx.de